| | Die Überlieferung Bernhard von Kamenz hatte sich eines Tages auf der Jagt im Walde verirrt. Von der schnell anbrechenden Nacht überrascht, kam er vom Wege ab und blieb mit seinem Pferd im morastigen Boden stecken. Trotz aller Anstrengungen, er konnte sich und sein Pferd nicht mehr frei bekommen. In der Angst seines Herzens hat er dann Gott und die Heilige Jungfrau um Hilfe angerufen und gelobt, an jener Stelle ein Kloster zu bauen, wenn er aus dieser Lebensgefahr gerettet würde. Laut einer am 13. Oktober 1248 ausgestellten Urkunde hatte die Stifterfamilie von Kamenz entschieden, hier, in der Nähe ihrer Lehn- und Erbgüter Panschwitz und Kuckau an dem felsigen Abhang ein Kloster zu gründen. 1259 zogen hier die ersten Nonnen ein. 1264 bestätigten die Markgrafen Johann und Otto von Brandenburg, was der förmlichen Aufnahme in den Verband des Ziesterzienserordens gleichkam. Zu den Gütern zählten neben Teilen von Wittichenau, Dörgenhausen, Kotten, Cunnewitz, Ralbitz u.a. . Wie es sich für ein richtiges Kloster gehört, befand sich im Besitz des Klosters neben zwei Mühlen auch ein Weinberg. | | 
Um weitere Bilder vom Kloster zu sehen, klicken Sie bitte hier! Die Brunnenfigur Inmitten des sechseckigen Brunnen- beckens befindet sich aufrecht sitzend ein zweigeschwänzter Löwe, der ächzend die Königskrone trägt. Die Figur ist Symbol einer nahezu dreihundertjährigen Zugehörigkeit der Lausitz zur böhmischen Krone von den Zeiten Karls IV. bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges. | |
| | Das Kloster Morgenstern, wie der eigentliche und historisch belegte Name des Klosters lautet, machte in den ersten Jahrzehnten große Fortschritte und gewann in dieser Region sehr an Bedeutung. Diesen Fakt schreibt insbesondere dem hohen Ansehen des Stifters zu. Dieser besorgte am Prager Hof lange Zeit die Reichsgeschäfte des böhmischen Königs. | | | |
| | 1292 sollte die Wahl des neuen Kaisers stattfinden, hier vertrat unser Bernhard die Kurstimme des Königs. 1293 wurde der Stifter selbst Bischof Bernhard III. von Meißen, wie man ihn jetzt nannte. Die Grabplatte des Bischofs findet man an der Nordwand in der Klosterkirche. 1998 feiert der Konvent sein 750jähriges Jubiläum. Das Kloster gehört zu den zwei einzigen Zisterzienserinnenklostern in Deutschland, die unterunterbrochen besiedelt waren. Heute leben mehr als 20 Schwestern in St. Marienstern, nach den Regeln des Heiligen Benedikt. "Ora et labora" - Gebet und Arbeit sind den Nonnen Verpflichtung. | | Wappen des Klosters MORS verweist auf das für Marienstern zuständige Mutterkloster im französischen Morimond. Diese Beziehung zu Frankreich stellen auch die weißen Lilien aus dem Wappen der Könige von Frankreich dar. Die schwarzen Adlerflügel stammen aus dem Wappen der Stifterfamilie von Kamenz. Der Schrägstreifen roter und weißer Quadrate stellt die Farben des habsburgischen Böhmen und des Klosters dar. Der Hauptstern mit den zwei Begleitsternen aber ist das Symbol für Marienstern. | |